3. Weg in der Berufsausbildung
Der 3. Weg in der Berufsausbildung in NRW richtet sich an alle ausbildungswilligen Jugendlichen, die wegen persönlicher und schulischer Voraussetzungen derzeit und absehbar trotz der bestehenden Fördermaßnahmen im bestehenden Regelausbildungssystem keine anerkannte berufliche Qualifizierung/ Ausbildung mit den dazugehörigen Abschlüssen erwerben.
Um diesen jungen Menschen in Ergänzung zum bestehenden Ausbildungssystem über erworbene, zertifizierte und dokumentierte Ausbildungsbausteine einen Eintritt in die qualifizierte Berufstätigkeit zu ermöglichen, werden im Rahmen des 3. Weges zusätzliche betriebsnahe, praxisorientierte Ausbildungskapazitäten bei Bildungsträgern geschaffen.
Die Jugendlichen erhalten einen Ausbildungsvertrag und haben damit den Status von Schülerinnen/ Schülern in Fachklassen. Wegen der Besonderheit des didaktischen Konzeptes und der organisatorischen Rahmenbedingungen werden die Jugendlichen in kleinen Lerngruppen unterrichtet.
Die Ausbildungsinhalte sind in verbindliche, landesweit einheitliche Ausbildungsbausteine gegliedert. Die Ausbildungsbausteine bilden den Ausbildungsrahmenplan sowie die Lernfelder des schulischen Lehrplans ab und stellen eine Verzahnung der Ordnungsmittel sicher und dienen als Grundlage für die Kooperation zwischen Berufskolleg und Bildungsträger.
Die Ausbildung wird maximal fünf Jahre gefördert. Das gibt den Jugendlichen die Möglichkeit über einen verlängerten Ausbildungszeitraum mit individuellen Unterbrechungsmöglichkeiten einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben.



