Brücken bauen in den Beruf
Immer mehr Frauen wollen beides: Beruf und Familie. Doch gibt es beim Wiedereinstieg in den Beruf auch heute noch große Hürden. Das Handlungsprogramm „Brücken bauen in den Beruf“ greift die mit der Berufsrückkehr verknüpften Schwierigkeiten auf. Es zielt darauf ab, die Arbeitsmarktintegration und -situation insbesondere von Frauen in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Es will Brücken bauen zwischen Familie und Beruf und für eine familienfreundliche Arbeitswelt werben, von der Frauen und Männer gleichermaßen profitieren können.
Es gilt einen Bewusstseinswandel anzustoßen. Die Einsicht, dass Familienfreundlichkeit sich auch wirtschaftlich auszahlt, ist bislang wenig verbreitet. In den Köpfen von Personalverantwortlichen, aber auch bei den Betroffenen gibt es noch viele eingefahrene Denkmuster, auch weil praktikable, überbetrieblich nutzbare Beispiele für eine familienfreundliche Gestaltung der Arbeitswelt fehlen oder nicht bekannt sind.
Informieren
Das Arbeitsministerium NRW und das Frauenministerium NRW haben ein gemeinsames Internetportal für Berufsrückkehrende eingerichtet, das Orientierungshilfen und Informationen zum beruflichen Wiedereinstieg bereitstellt.
Das online-Beratungs- und Rechercheangebot zur Berufsrückkehr ist Teil des MAGS-geförderten Kompetenznetzwerks KomNet NRW
Fördern
Arbeitspolitische Förderangebote werden gezielt zur Unterstützung von Berufsrückkehrenden genutzt. Dazu gehört insbesondere der Bildungsscheck NRW. Um sich für den beruflichen Wiedereinstieg fit zu machen, können jetzt auch Berufsrückkehrende bis zu 500 Euro für eine Weiterbildungsmaßnahme beantragen.
Für eine familienfreundliche Gestaltung der Arbeitsorganisation und Arbeitszeit können Unternehmen das bewährte Instrument der Potenzialberatung in Anspruch nehmen.
Junge Menschen mit Familienverantwortung haben es oftmals besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. In dieser Situation bietet eine Ausbildung in Teilzeit jungen Müttern und Vätern neue Wege, um erfolgreich in den Beruf einzusteigen. Das Förderangebot TEP (Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen) bereitet junge Menschen mit Familienverantwortung auf die Ausbildung vor und begleitet beim Einstieg in die betriebliche Erstausbildung in Teilzeit.
Umdenken
Die Vereinbarkeit von Beruf/ Ausbildung und Familie soll durch die im Rahmen des Handlungsprogramms „Brücken bauen in den Beruf“ möglichen Initiativen und Netzwerke verbessert werden. Beispiele Guter Praxis aus den Projekten „Regionen stärken Frauen“ der abgelaufenen Förderphase sind in einer Projektdatenbank der G.I.B. zusammengefasst.



