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Ausbildungsprogramm NRW

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin durch große regionale Unterschiede geprägt. Während in Großstädten wie Bonn, Düsseldorf oder Köln sowie im Münsterland ein Überangebot an Ausbildungsstellen zu verzeichnen ist, treffen Jugendliche in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen auf ein Ausbildungsstellenangebot, das deutlich unter der Ausbildungsplatznachfrage liegt. So liegt die Bewerber-Stellen-Relation auch in der Region Mittlerer Niederrhein unterhalb des Landesdurchschnitts. Zum Ausgleich der regionalen Unterschiede hat die Landesregierung das „Ausbildungsprogramm NRW“ im Umfang von jährlich rund 1.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen aufgelegt. 

Es ist ein zentrales Anliegen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, dass mehr junge Menschen den Weg in Ausbildung finden. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine wichtige Grundlage für dauerhafte Beschäftigung und eine selbstbestimmte Lebensführung. Das Ausbildungsprogramm NRW soll Betriebe motivieren, zusätzliche Ausbildungsstellen einzurichten, um das bestehende Marktungleichgewicht abzumildern. Am Programm teilnehmende Betriebe erhalten einen monatlichen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in den beiden ersten Ausbildungsjahren.

Verfahren

Das Verfahren ist für die Betriebe sehr einfach gehalten. Wichtig ist, dass der angebotene Ausbildungsplatz zusätzlich ist. Dies ist bspw. gegeben, wenn der Betrieb noch nicht oder seit mindestens vier Jahren nicht ausgebildet hat, oder wenn der Betrieb mit der Teilnahme am Programm mehr Ausbildungsverträge als im Durchschnitt der letzten vier Jahre abgeschlossen hat. Arbeitsagenturen und Jobcenter schlagen Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz vor. Die Besetzung erfolgt in Form von Vorstellungsgesprächen im Zusammenwirken mit Bildungsträger und Ausbildungsbetrieb. Finden potentielle Arbeitgeber und Auszubildende zusammen, so schließen die Betriebe reguläre Ausbildungsverträge mit den Jugendlichen ab. Neben der geförderten Ausbildungsvergütung erhalten die Unternehmen und künftigen Auszubildenden somit Unterstützung bei der Zusammenführung und beim Start in die Ausbildung durch einen ausgewählten Bildungsträger.

Beteiligte Bildungsträger im Ausbildungsjahr 2021/22

Interessierte Arbeitgeber können direkt Kontakt zu den in der Region Mittlerer Niederrhein beteiligten Bildungsträgern aufnehmen:

  • Krefeld - IMBSE e.K. (Telefon 0176 12 89 50 02)
  • Mönchengladbach - Berufsbildungszentrum Mönchengladbach e.V. (Telefon 02161 49 15 10 oder 02161 49 694 62)
  • Rhein-Kreis Neuss - IMBSE e.K. (Telefon 0176 12 89 50 00)
  • Kreis Viersen - Kolping-Bildungszentrum Dülken (Telefon 0177 78 259 77 oder 02162 43 68 44 29)

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